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Carmen Piller, Strategische Einkäuferin Automotive, Standardbefestigungs-elemente und Metallteile

Carmen ist seit der ersten Stunde als strategische Einkäuferin in unserem Team tätig. Das letzte Jahr zählt die Spezialistin für Befestigungselemente zu einem der turbulentesten in ihrer Karriere. Denn sie erlebte, wie sich die weltweiten Materialengpässe bei Lieferanten und Kunden langsam einstellten. Im Interview berichtet sie, wie sich die Zusammenarbeit in dieser Lage verändert hat und warum auch die kleinsten Teile in der Lieferkette nicht fehlen dürfen.

04. November 2021

Hallo Carmen, stelle dich gerne selbst kurz vor.

Klar! Ich bin Carmen Piller, noch 33 Jahre jung, gelernte Fachkauffrau für Einkauf und Logistik und bei Meraxis strategische Einkäuferin für Befestigungselemente wie Schrauben und Metallteile aller Art. Privat reise ich gerne – ich war schon auf fast jedem Kontinent. Im letzten Jahr war das natürlich nur stark eingeschränkt möglich. Statt im fernen Afrika oder Amerika war ich in der Schweiz auf Wanderungen unterwegs – das war neu für mich. Aber das ist es auch, worum es mir geht: Neues entdecken, egal wo.

Was ist deine berufliche Geschichte? Wie bist Du zu Meraxis gekommen?

2004 habe ich meine kaufmännische Ausbildung beim Schwesterunternehmen REHAU angefangen, der Betrieb war bei mir ganz in der Nähe. Dort habe ich anschließend als Festangestellte eine Weiterbildung zur Fachkauffrau für Einkauf und Logistik gemacht. Später habe ich dann in die Schweiz gewechselt, mittlerweile bin ich seit zehn Jahren hier. Als Meraxis dann vor zwei Jahren gegründet wurde, fand ich das super spannend und wollte das neue Unternehmen gerne mitgestalten.

Insgesamt bin ich jetzt schon 17 Jahre im Beruf, in denen ich mich stets weiterentwickeln konnte. In dieser Zeit war ich in verschiedenen Positionen für unterschiedliche Aufgaben zuständig. Erfahrungen, die ich in meiner aktuellen Position zusammenbringen kann. Deshalb ist es für mich in meiner derzeitigen Tätigkeit oft leicht nachzuvollziehen, welche Informationen meine Kollegen und Kolleginnen, aber auch Kunden und Lieferanten von mir benötigen, damit Abläufe gut funktionieren. Über meine Erfahrungen war ich besonders dankbar im letzten Jahr, als die Lieferketten volatiler wurden und es an Rohstoffen wie Kunststoff und Stahl zunehmend gemangelt hat.

Welche Auswirkungen hatte es gerade für deine Kunden im Automotive-Sektor, dass bestimmte Teile schwierig zu beschaffen waren?

Alles war aufwändiger. Denn gängige Abstimmungsprozesse und Materialbestellungen laufen im Automotive-Sektor normalerweise automatisiert ab. Das ist plötzlich nicht mehr möglich gewesen, weil wir uns erst einmal einen Überblick verschaffen mussten, welche Bestellungen überhaupt bedient werden können. Damit aber Abläufe reibungslos funktionieren und die Produktion fortlaufen kann, müssen alle Teile zum richtigen Zeitpunkt vor Ort sein. Selbst die kleinsten Teile sind enorm wichtig und es hat erhebliche Folgen für unsere Kunden, wenn sie fehlen. Sind beispielsweise die Schrauben nicht da, die zum Befestigen einer Leuchte im Stoßfänger notwendig sind, kann der ganze Stoßfänger nicht ausgeliefert werden. Das wäre dann eine Fehllieferung. Egal, wie klein das Teil ist, das auf der Stückliste steht: Wenn es nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, kommt die gesamte Supply Chain ins Wanken.

Wie hat Meraxis die Beschaffung der geforderten Materialien trotz Engpässen sichergestellt?

In einem Wort gesagt: Abstimmung. Wir haben viel mehr Meetings mit unseren Kunden und Lieferanten angesetzt und uns kleinteiliger abgesprochen. So konnten wir wenn nötig Anpassungen vornehmen. Bei den Lieferanten und in den Werken wurden regelmäßig Inventuren durchgeführt und die einzelnen Abrufe sowie Bedarfszahlen täglich manuell überprüft. So konnten wir Abweichungen schnell finden und Informationen dann weiterzugeben. Zurzeit bin ich außerdem häufiger als früher in Preisverhandlungen. Das ist nötig, weil man nicht mehr – wie sonst – auf Rahmenverträge zurückgreifen kann. Mich als Einkäuferin haben meine Lieferanten in der Krise überrascht. Denn obwohl sie Wettbewerber des anderen sind, haben sie zusammengehalten und einander geholfen. Man hat gemerkt, dass sich alle darüber im Klaren sind, dass wir im selben Boot sitzen; jeder hat Material gebraucht. Es gab einige Fälle, in denen Lieferanten vehement Material gesucht und andere Lieferanten die Beschaffung unterstützt haben, um Stillstandskosten zu verhindern. Aktuell ist es als einzelnes Unternehmen kaum möglich einzuschätzen, welches Material gerade wirklich knapp ist und wo Lieferungen nur verzögert sind. Deshalb greifen wir bei Meraxis auf ein breites Partner- und Lieferantennetzwerk zurück. Dadurch finden wir in der Regel immer einen Ansprechpartner, der belastbare Informationen über Liefermengen vermitteln oder beschaffen kann.

Die Entwicklungen im letzten Jahr haben das Arbeiten sicher auch bei Dir verändert. Hast Du trotzdem einen typischen Arbeitsalltag?

An einem normalen Tag führe ich einige Verhandlungen und Gespräche mit globalen Lieferanten. Da geht es dann beispielweise um Verträge. Aber seitdem sich die Lieferprobleme im Bereich Kunststoff und Metall schleichend eingestellt und sich die Umstände konstant verschlechtert hatten, war es notwendig, in viel kürzeren Abständen und häufiger mit allen Beteiligten zu sprechen; intern wie extern.

Mit der Pandemie hat sich meine Arbeit natürlich stark ins Home Office verlagert. Mittlerweile bin ich wieder je nach Terminen und Projekten abwechselnd im Büro und im Home Office. Insgesamt sind meine Aufgaben sehr abwechslungsreich, was mir persönlich sehr wichtig ist. Mit der Zeit und jeder neuen Position habe ich gemerkt, dass ich gerne weitere Aufgaben übernehmen möchte. Vor allem, weil ich mein Wissen und meine Erfahrungen mit meinen Kollegen und Kolleginnen teilen möchte. Deshalb arbeite ich eng mit den Schnittstellen im Unternehmen zusammen: Wir sind als Teams organisiert, um effizient zu arbeiten. In unserem Team arbeiten strategischer Einkäufer, Einkaufassistent, Materialmanager und Supplier Quality Engineer Hand in Hand.

Du engagierst dich nicht nur bei den Anliegen unserer Kunden, sondern auch freiwillig für die Mitarbeiter von Meraxis im KOM-Team. Gibt es ein aktuelles Projekt?

Ja, tatsächlich. In den letzten beiden Jahren war das kaum möglich. Die Pandemie hat das leider verhindert. Normalerweise organisieren wir einmal im Monat ein Event. In den letzten Jahren haben wir uns beispielweise zum Minigolfen, Eis essen oder Bowlen verabredet. Solche Events sind besonders wichtig für neue Kolleginnen und Kollegen, damit sie sich schnell als Teil des Teams fühlen. Deshalb umso schöner, dass wir im Kommunikationsteam jetzt wieder loslegen können. Gerade organisieren wir für die Vorweihnachtszeit kleinere Veranstaltungen und Teamevents an unserem Standort. Ich möchte da aber nicht zu viel verraten, da es eine Überraschung für meine Kollegen und Kolleginnen werden soll.

Danke, Carmen!

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